
Auch mit 104 Jahren gibt er den Bel Ami: Johannes Heesters tritt am Montag, 20 Uhr, im Weimarer mon ami mit dem Salonorchester Weimar auf. TA sprach vor seinem Revue-Gastspiel mit dem singenden Star. Wie sehr nehmen Sie Anteil am Weltgeschehen, was derzeit die EM meint? Fiebern Sie als Holländer mit den Niederländern? Natürlich bin ich als Holländer für mein Vaterland, und die Jungs in Orange geben sich viel Mühe, dass muss ich sagen. Aber ich lebe schon so viele Jahre in Deutschland, dass ich mich auch für die Deutschen gefreut habe, dass sie jetzt weitergekommen sind. Konzentrieren Sie sich bei Ihren täglichen Gesangsübungen mehr auf das Repertoire, oder reizen Sie auch neue Titel? Auch Musical? Gesangsübungen haben weniger mit dem Repertoire zu tun, sondern hier werden die Stimmbänder trainiert. Egal mit welchem Lied. Natürlich singe ich auch neue Titel, ich habe ja immer wieder in der letzten Zeit auch neue CD-Titel aufgenommen. Musical ist nicht mein Fach. Ich singe Operette. Wie viele Exemplare Ihres legendären weißen Schals haben Sie in Ihrem Kleiderschrank, wo die Dinger doch so empfindlich sind? Sie werden lachen, nur einen. Den für den Frack. Aber ich sitze ja nicht jeden Tag im Frack herum. Worauf dürfen sich die Konzertbesucher bei Ihrem Weimarer Auftritt am Montag freuen? Wird Danilo wieder ins Maxim gehen? Lassen Sie sich überraschen. Meine Frau hat den Frack schon eingepackt, also werde ich wohl auch wieder ins Maxim gehen. Aber das Schönste, es ist eine Revue mit meinen erfolgreichsten Liedern, die das Salonorchester Weimar eigens zusammengestellt hat. Eine tolle Sache, Sie müssen sich das ansehen - nicht wegen mir, sondern wegen den Jungs aus Weimar! Gespräch: Lilo PLASCHKE
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